Einleitung zum Sehen.

Anleitung zum Sehen, wer ich wirklich bin

So einfach kann es doch nicht sein, oder etwa doch?

Es gibt viele Wege, seinen Urzustand zu erkennen. Viele dieser Wege sind sehr lang oder langwierig und ein "Erfolg" kann nicht garantiert werden.

Stell Dir vor, dass es eine Möglichkeit gibt, seine eigene Natur sofort zu sehen. Keine langen Übungen, keine Theorien, kein dies oder das, sondern einfach nur ein kurzes Experiment, welches Du selbst durchführst!
Alles Quatsch? Probier es doch selbst aus.
DU musst es allerdings auch wirklich machen, denn verstehen oder lesen funktioniert nicht!

So einfach geht's:
Setze Dich auf einen Stuhl (Du kannst auch stehen oder sonst wo sitzen).
Nun zeige mit Deinem Zeigefinger auf einen weiter entfernten Gegenstand oder die Wand Dir gegenüber (oder die Zimmerdecke etc.).
Sieh, wie der Finger auf ein Objekt zeigt, welches Form und Farbe und vielleicht auch Struktur hat.
Nun zeige mit Deinem Finger auf den Boden vor Deinen Füßen. Sieh, wie auch hier der Finger auf ein Ding zeigt mit Farbe und Form. Du siehst stets Deinen Finger und ein anderes Objekt. (Zumindest ist es bei mir so.)
Nun zeige auf Deinen Fuß (oder auf das, was Du dafür hältst). Nimm wieder wahr, wie Dein Finger auf ein Objekt zeigt. (Das Objekt ist auch nicht getrennt von seiner Umgebung. Es gibt keinen Rahmen darum, keinen Bruch.)
Lass Dir dabei Zeit. Es gibt keinen Grund zur Eile!

Zeige auf Dein Knie. Auch hier sind wieder Form und Farbe und Dein Finger zu sehen.
Zeige nun auf Deinen Bauch und sieh weiterhin, wie Dein Finger stets auf etwas zeigt.
Zeige auf Deinen Brustkorb. Auch hier siehst Du, wenn auch nur noch sehr schwer, Deinen Finger und ein Objekt.
Jetzt zeige mit Deinem Finger an den Ort, wo Du Dein Gesicht vermutest.
Siehst Du nun auch noch das Objekt, auf das Dein Finger zeigt?
Nein?
Versuch es nicht zu erklären, sondern schau einfach. Denke nicht und meine auch nicht.
Was siehst Du wirklich?

Ich sage Dir, was ich hier sehe: Nur einen Finger, der ins Leere zeigt. Kein weiteres Objekt sondern endlosen Raum, der ohne einen Bruch in die Welt vor mir übergeht. Ich sehe grenzenlose Kapazität für das, was ist.


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